AKTUELLES HEFT
Inhalt / Home
Genuss
Wein-Reisen
Weine & Winzer
Vorschau

EVENTS
SERVICE
Weindatenbank
Ladentisch
Archiv
Links

WEINWISSEN
Wein ABC
Abgang - Avinieren
Barrique - Bukett
Cassis - Cuvée
DAC - DWI
Echter Mehltau - füllkrank
Gärung - Hygiene
IGT - Jungwein
Kabinett - Kuppa
Lage - Mutation
Nachgeschmack - Oxidation
Parfüm - Puttony
QbA - Rütteln
sauer - sur lie
Tafeltraube - Trollschoppen
Überpumpen - VSQPRD
wächsern - wurzelecht
Xérès - Zweitwein


KONTAKT
Abo-Bestellung
Redaktion
Mediadaten
Impressum

TIPPS
Wein des Monats
Gastro-Highlights

MUNDUSvini
Großer Int. Weinpreis
Weinseminare

Wein ABC

Von "Abgang" bis "Avinieren"

Was ist eigentlich Ampelographie? Was versteht man unter BSA? Und wissen Sie, was sich hinter einer Brettanomyces verbirgt? Im Dschungel des Weinausdrücke kann man sich manchmal schon verlaufen. Deshalb haben wir Ihnen hier die wichtigsten Ausdrücke in Sachen Wein und Verkostung zusammengestellt.

A

Abgang: Das, was man nach dem Schlucken des Weines noch im Mund schmeckt, sozusagen der Nachgeschmack. Länge und Intensität sind bedeutend für die Qualität des Weines

Abstechen: Nach der Gärung wird der Wein in ein neues Fass gefüllt, um ihn von Hefe und Ablagerungen zu trennen und zu belüften. Das geschieht im Laufe der Zeit noch zweimal und ist wichtig, um beispielsweise Hefeböckser (s.u.) zu verhindern

Abstoppen: Die Gärung wird abgebrochen, um einen hohen natürlichen Restzucker zu erhalten. Verfahren zur Herstellung von Dessertweinen

Appellation contrôlée (AC; AOC): Französisches System zur "kontrollierten Herkunftsbezeichnung", legt den Anbaubezirk, die Rebsorten, die maximalen Hektarerträge usw. fest

Aceton: Buttersäure-Bakterien können diese Flüssigkeit im Wein verursachen, die sich in der Nase durch einen so genannten "Uhu-Ton" bemerkbar macht

Adstringieren: Sie haben nach dem Weingenuss ein pelziges und ausgetrocknetes Gefühl auf der Mundschleimhaut und an den Zähnen? Das kommt vom hohen Gehalt an Tanninen gerade in jungen Rotweinen

Alkohol: Der Begriff kommt von dem Arabischen "Guhlu" und wird in Deutschland 1597 zum ersten mal erwähnt. Es handelt sich um eine organisch-chemische Verbindung, die in fester, öliger und flüssiger Form vorkommt. Er entsteht, wenn in einer Flüssigkeit eines (einwertig) oder mehrere Wasserstoff-Atome (mehrwertig) durch eine oder mehrere Hydroxy-Gruppen (Alkoholarten) ersetzt sind

Allier-Eiche: Sie wächst im Département Allier in Mittelfrankreich und wird zur Herstellung von Barriquefässern (siehe dort) verwendet. Eignet sich für Weiß- und Rotweine

Amarone: Trockener italienischer Wein aus rosinierten Trauben. Die Trauben werden nach der Ernte auf bastmatten oder frei hängend getrocknet. Dabei bildet sich auch Edelfäule (siehe dort). Erst dann werden die Trauben gepresst und der Most durchgegoren.

American Viticultural Area (AVA): Amerikanisches Appellationssystem, dass erst seit 1978 besteht. Nur wenige Vorgaben müssen erfüllt werden (keine Mengenbeschränkung)

Ampelographie: von griechischen Wort ampelos, Weinstock; Rebenkunde

Amtliche Prüfnummer (AP): Auf jedem Etikett eines deutschen Weines zu finden als Zeichen der Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung des Weines. Die Nummer gibt Auskunft über die Prüfstelle, den Ort des Erzeugers, den Erzeuger, die Abfüllung und das Jahr der Prüfung

Anbaugebiet: Gesetzlich festgelegtes Herkunftsgebiet von Weinen. Das älteste Anbaugebiet wurde 1756 für Portwein geschaffen. In Deutschland gibt es 13 Anbaugebiete

Animalisch: Manche Weine ähneln im Geruch Tieren und Tierischem wie Tierhaut, Fell, Moschus, Fleisch und Blut. Wird nicht von allen Weintrinkern als positiv empfunden

Anreichern: Bezeichnet den Zusatz von Zucker zum Traubensaft oder zum gärenden Most zur Steigerung des Alkoholgehaltes im späteren Wein und damit zur qualitativen Verbesserung (auch chaptalisieren)

AOC: siehe AC

Apfelsäure: Gehört neben Wein- und Zitronensäure zu den drei wichtigen Säuren im Wein. Ihr Anteil in unreifen Trauben ist höher als in reifen. Durch biologischen Säurabbau (siehe dort) wird sie in Milchsäure abgebaut und dadurch milder

Assemblage: Verschnitt verschiedener Weine, bei die unterschiedlichen Eigenschaften der Ausgangsweine zu einem besseren Wein zusammengestellt werden. Wird sowohl bei Schaum- als auch bei Stillweinen verwendet

Ausbruch: In Österreich am Neusiedlersee hergestellte Weinspezialität, die aus überreifen beziehungsweise edelfaulen und natürlich angetrockneten Trauben mit einem Mostgewicht von mindestens 138 Grad Oechsle vinifiziert wird

Auslese: Deutsche Qualitätsstufe, für die je nach Anbaugebiet ein bestimmtes Mindestmostgewicht vorgeschrieben ist. Meist werden sehr reife oder auch edelfaule Trauben verwendet

Autochthon: Das lateinische Wort "Autochthon" heißt soviel wie "alteingesessen eingeboren" und bezeichnet bei Reben solche Sorten, die nur in einer bestimmten Gegend vorkommen und angebaut werden

Avinieren: Vor dem Verkosten wird das Glas (oder auch die Karaffe) mit Wein gespült, um mögliche Fremdgerüche verschwinden zu lassen, die beim Verkosten stören könnten

Druckansicht