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Von "QbA" bis "Rütteln"

Q

QbA: Abkürzung für "Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete; untere Stufe der deutschen Qualitätsweine (gilt auch in Südtirol). QbA-Weine müssen aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammen und ein für jedes Anbaugebiet und jede Rebsorte individuell bestimmtes Mindestmostgewicht (siehe dort) nachweisen. Der Alkoholgehalt der Weine darf durch Anreicherung (siehe dort) aufgebessert werden

QmP: Abkürzung für "Qualitätswein mit Prädikat"; umfasst die Stufen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenausleese, Eiswein und Trockenbeerenauslese. Die Einordnung in die jeweiligen stufen ist abhängig vom Mostgewicht der Trauben, das je nach Sorte und Anbaugebiet individuell festgelegt ist

Qualitätswein: alle Weine in Deutschland, die nicht unter die Kategorie Tafel- oder Landwein fallen; in den übrigen Ländern ist die Verwendung des Begriffes unscharf, die Einteilung erfolgt nicht wir in Deutschland nach Mostgewicht sondern nach Appellationen (Frankreich: VDQS, AC; Italien: DOC, DOCG; Portugal: DOC)

R

Raupen: gehören zu den größten Schädlingen im Weinberg, da sie nicht nur die Blätter anfressen, sondern unter Umständen auch die Trauben und damit große Schäden anrichten

Reberziehung: da die Rebe eigentlich eine Kletterpflanze ist, muss sie erzogen werden. Das geschieht meist mit Hilfe von Pfählen und Drahtrahmen, die die Pflanze in eine bestimmte Form bringen. Das geschieht einerseits, um die Qualität der Trauben zu fördern, andererseits um die maschinelle Bearbeitung der Weinberge zu ermöglich. Es gibt verschiedene Reberziehungssysteme, die in den verschiedenen Weinbauländern angewandt werden (weinwelt 5/2001)

Rebfläche: die Gesamtrebfläche setzt sich zusammen aus der Ertragsrebfläche, von der Trauben geerntet werden, und der bestockten Rebfläche, auf der junge Rebstöcke wachsen, die noch nicht im Ertrag sind. Das europäische Flächenmaß ist Hektar, in England und den USA sind Acre üblich

Reblaus: der gefährlich Rebschädling wurd Mitte des 19. Jahrhunderts mit amerikanischen Reben nach Europa eingeführt und sorgte für die Vernichtung fast des gesamten europäischen Rebbestandes. Die Laus saugt an den Blättern und Wurzeln der Rebe, die die beschädigten Pflanzenteile abstößt und so irgendwann abstirbt. Inzwischen wird mit Hilfe resistenter amerikanischer Unterlagsreben ein Befall der Weinberge verhindert

Rebschnitt: erfolgt einmal jährlich zwischen Januar und März. Dabei werden die einzelnen Ruten zurückgeschnitten und damit einer Ertrags- und Qualitätsoptimierung angestrebt siehe auch weinwelt 5/2001 und 4/2002)

Reduktion: chemischer Vorgang, der vor allem in der Endphase der alkoholischen Gärung eine wichtige Rolle spielt; dadurch verwandelt sich Acetaldehyd in Alkohol. Auch während des anschließenden Weinausbaus wird ein meist reduktiver Zustand des Weines angestrebt um die Aromen besser zu erhalten

Refraktometer: Messgerät zur Bestimmung des Mostgewichtes. Dabei wird Most zwischen zwei Prismen eingeschlossen. Das Licht wird dann je nach Zuckergehalt gebeugt. Auf einer Skala kann man dann das entsprechende Mostgewicht ablesen

Rehoboam: Flaschengröße für Schaumweine mit einem Fassungsvermögen von 4,5 Liter, das sind sechs Flaschen à 0,75 Liter

Reinzuchthefe: Um Fehler im Wein zu vermeiden, kann man den Most vor der Gärung von den Wildhefen reinigen und ihm zum Gärvorgang dann Reinzuchthefen zusetzen. Diese werden im Labor gezielt vermehrt

Remuage: Bezeichnung für das regelmäßige Drehen und vorsichtige Rütteln, durch das Schaumweinflaschen auf den Kopf gestellt werden. Dadurch wandert die Hefe in den Flachenhals, wo sie dann durch dégorgieren (siehe dort) entfernt wird

Reserva: in Spanien Bezeichnung für einen Rotwein aus einem guten Jahrgang, der mindestens drei Jahre gereift ist, davon mindestens ein Jahr im Fass

Restsüße: oder Restzucker; enge an Zucker, die nach dem natürlichen Ende der Gärung oder deren gezieltes Abstoppen im Wein zurückbleibt. Die Menge an Restzucker bestimmt die Prädikatsstufen des Weines (trocken, halbtrocken, lieblich, süß). Wenn der Restzuckergehalt unter vier Gramm pro Liter liegt, gilt der Wein als durchgegoren.

Rotling: hellfarbener Roséwein, der durch das Verschn

eiden von weißen und roten Trauben beziehungsweise der Maische entsteht

Rotwein: Wein aus einer roten (beziehungsweise schwarzen oder blauen) Rebsorte; die Farbe schwankt zwischen hellrot bis fast schwarz. Die Farbpigmente sitzen in der Regel in der Beerenhaut und werden durch das Vergären der Maische gelöst

Rütteln: siehe Remuage

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