Nachgeschmack: siehe Abgang
Nachhall: siehe Abgang
Nase: anderer Ausdruck für Bouquet (siehe dort); sehr wichtig, da der Geruchssinn und der Geschmackssinn voneinander abhängen
Natürlicher Alkoholgehalt: Gesamt-Alkohol-Gehalt vor der Anreicherung
Naturhefe: wilde Hefen überwintern als Sporen im Boden und gelangen später über die Trauben und die Luft in den Most. Auf diese Weise können sie die Gärung im Most auslösen. Im ökologischen Weinbau wird die Gärung auf diese Weise durchgeführt. (siehe auch Hefe)
Naturwein: Wein, der unter ökologischen Bedingungen hergestellt wird
Neuzüchtung: Rebsorte, die aus zwei verschiedenen Ausgangsreben gekreuzt wurde, um bestimmt Merkmale zu verbessern. Erst nach langjährigen Versuchen und Prüfungen im Anbau, werden Neuzüchtungen unter Sortenschutz gestellt und zum Anbau freigegeben
nervig: bezeichnet einen Wein mit gutem Extrakt und guter Säure, der dadurch auch eine gute Lagerfähigkeit besitzt
Nichtflüchtige Säure: Säuren, die sich durch Destillation nicht aus dem Wein entfernen lassen. Dazu gehören in erster Linie die Weinsäure und die Apfelsäure. Sie verleihen dem Wein seine Frische und einen gewissen Widerstand gegen Bakterien
oaked: Bezeichnung für einen Wein, der nicht im Barrique ausgebaut wurde, sondern seinen Holzgeschmack von Holz-Chips erhalten hat. Das Verfahren wird meist in der neuen Welt angewandt
Obstwein: Wein kann aus fast allen Früchten hergestellt werden, in denen Zucker vorhanden ist. Probleme bereiten der geringe Zuckergehalt und die oft sehr hohe Säurekonzentration. Außerdem finden die zur Vergärung notwendigen Hefen nur einen geringen Nährstoffgehalt vor. Obstwein sollte möglichst schnell konsumiert werden
Oechsle (Oe): Maßeinheit zur Feststellung des Mostgewichtes (siehe dort, weinwelt 5/2003). Dabei wird die Dichte des Traubensaftes gemessen. Beispiel: Traubensaft mit einem spezifischen Gewicht von 1,075 hat 75 Oechsle. Im deutschen Weingesetz sind für die verschiedenen Prädikatsstufen Mindestmostgewichte festgelegt
Œil de perdrix: der französische Begriff bedeutet "Rebhuhnauge" und bezeichnet die Farbe der hellroten Pinot-Noir-Weine aus dem Schweizer Kanton Neuchâtel
Oenologie: Wissenschaft des Weins, die alles vom Weinbau bis zur Weinbereitung umfasst
Offener: Bezeichnung für Weine, die im Offenausschank glasweise ausgeschenkt werden
Oidium: Synonym für Echter Mehltau (siehe dort)
OIV: Abkürzung für Office International de la Vigne et du Vin. Internationale Organisation mit Sitz in Paris, die die Interessen von rund 40 weinbautreibenden Mitgliedsländern vertritt
olfaktorisch: "den Riechnerv betreffend"; Fachausdruck für Geruchswahrnehmung durch die Nase
Oloroso: Begriff für einen Sherry-Stil, der sowohl trocken, dunkel und würzig sein kann als auch - häufiger - auf Verschnitte von dunklem Sherry mit Süßweinen angewandt wird
organoleptisch: bezeichnet die Prüfung von Wein und anderen Lebensmitteln ausschließlich mit Hilfe der Sinnesorgane: Aussehen, Geschmack, Geruch, Farbe
Osmose: Mit Hilfe eines semipermeablen Filters wird den Most beziehungsweise dem Wein Wasser entzogen und so die der Gehalt der Inhaltsstoffe (Zucker, Alkohol, Extrakt) erhöht
Ouillage: Französischer Begriff für das Auffüllen der Fässer mit Wein
Oxidation: durch übermäßigen Kontakt mit Sauerstoff entsteht im Wein ein Fehler, der sich durch einen oxidativen, manchmal krautigen Beigeschmack bemerkbar macht. Vor allem während der Traubenverarbeitung ist der Most durch Sauerstoffkontakt bedroht, sodass ein vorsichtiger Transport des Leseguts notwendig ist. Der Zusatz geringer Dosen von Schwefeldioxid während des Mahlens verhindern die Oxidation
oxidativer Ausbau: Weinbereitungsmethode, in der eine kontrollierte Oxidation während der Gärung zugelassen wird; wird vor allem bei Süßwein (in Ungarn) angewandt