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Zu unserem Beitrag in der weinwelt 4/2008

Drei Fragen an:
Rajeev Samant, Sula Vineyars


Der Inhaber des besten indischen Weingutes Sula Vineyards wird gerne auch mal als Mondavi von Mumbai tituliert. Lange Zeit im Silicon Valley als Computerspezialist tätig, erinnerte sich Rajeev eines Tages seiner indischen Wurzeln und auch daran, dass seine Vorfahren einige Morgen Land 180 Kilometer nordöstlich von Mumbai besitzen. Inspiriert von Amerikas Weingrößen lässt Rajeev im Jahr 1997 die ersten Sauvignon Blanc-Reben pflanzen. Schnell war klar: es funktionierte! Und das war quasi der Startschuss des modernen indischen Weinbaus.

weinwelt: Herr Samant, vor zehn Jahren haben Sie in Nashik die Sula Winery gegründet. Sind Ihre Träume von damals wahr geworden?

Rajeev Samant: Ja, mehr als das. Ich hätte nie geglaubt, dass es so großartig werden würde. Wir haben im Jahr 2007 über 5 Millionen Flaschen Wein verkauft, das ist mehr als doppelt so viel als noch ein Jahr zuvor, haben hier in Nashik ein tolles Team zusammen, und das macht wirklich alles sehr viel Spaß. Ich denke, unser Weingut kann sich sehen lassen. Weinfreunden bieten wir Besichtigungen und Wein-Touren mit einem Tasting auf unserer herrlichen Wine-Bar-Terrasse an. Wer möchte, kann in unserem Gästehaus übernachten und ein Restaurant ist im Bau.


Hat die Welt auf indischen Wein gewartet?

Samant: Schwer zu sagen, aber sicherlich wartet Indien selbst auf Wein. Der indische Weinmarkt ist der größte Wachstumsmarkt der Welt, freilich von niedrigem Niveau ausgehend. Der Pro-Kopf-Konsum liegt aktuell bei gerade einmal einem Teelöffel pro Jahr. Das ist natürlich sehr wenig und verglichen mit dem Pro-Kopf-Konsum in westlichen Ländern wird das enorme Potenzial deutlich. Auch vor dem Hintergrund einer wachsenden sozialen Mittelschicht ist zu erwarten, dass sich die aktuelle Steigerungsrate zwischen jährlich 25 und 30 Prozent fortsetzt, wobei Sula im Moment sogar dreistellig wächst!


Wie sieht es aus mit der Verschlussfrage?

Samant: Traditionell wird auch in Indien Kork verwendet. Doch der Kork ist nicht das Richtige für Indien, es besitzt ja nur 1 Prozent aller Haushalte einen Korkenzieher! Außerdem hatten wir anhaltende Probleme mit schlechter Ware, haben umgestellt auf Drehverschluss und sind damit sehr zufrieden.


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