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Zu unserem Beitrag in der weinwelt 1/2009
Weinmarkt in Zahlen
Was und wo wird Wein in Deutschland gekauft und getrunken?
Weinmarkt: Deutschland ist der Menge nach der viertgrößte Weinmarkt der Welt. Nur Franzosen, Italiener und Amerikaner trinken in der Summe mehr als die 82 Millionen Menschen in Deutschland. Auf die Köpfe der Einwohner umgerechnet trinken die Deutschen durchschnittlich 20 Liter Stillwein und 4 Liter Sekt. Die Gesamtmenge summiert sich auf stattliche zwei Milliarden Liter. Interessant sind die dahinterliegenden Strukturen. Rund 40 Prozent der getrunken Weine stammen aus Deutschland.60 Prozent und damit der größere Teil aus dem Ausland, vor allem aus Italien, Frankreich, Spanien und Überseeländern wie Kalifornien, Chile, Südafrika oder Australien sowie aus einigen süd- und osteuropäischen Ländern.
Konsum zu Hause: Der Konsum innerhalb der eigenen vier Wände oder wie die Statistiker sagen, der Hauskonsum, beläuft sich auf 1,4 Milliarden Liter Wein. Dazu kommen noch rund 250 Millionen Liter prickelnder Schaumwein und Sekt, die zuhause an Feier- und Festtagen getrunken werden.
Die Einkaufsquellen: In den Geschäften des Lebensmittelhandels kaufen die Deutschen rund 1,2 Mrd. Liter Wein und Sekt. Die Läden des Lebensmittelhandels sind daher der Menge nach die wichtigsten Einkaufsquellen für Wein in Deutschland. Im Laufe der Jahre haben sich die Anteile der einzelnen Unternehmen und Einkaufsstätten an diesem Kuchen gewaltig verschoben. Zu den Verlierern gehören die kleinen Tante-Emma-Läden sowie die Supermärkte. Auch die ganz großen der Branche, die großen Einkaufszentren und Warenhäuser büßten in den letzten Jahren Marktanteile ein. Gewonnen haben die Discounter, von denen sich derzeit sieben den Markt teilen: Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Penny, Plus, Netto und Norma. Demnächst dürften es nur noch sechs große Discounter sein, wenn der Verkauf der rund 3.000 Plus-Läden durch die Tengelmann-Gruppe über die Bühne geht die Läden unter Netto und Penny aufgeteilt werden.
Der Anteil der Discounter: Alle Discounter zusammen vereinen derzeit ein Volumen von rund 800 Millionen Liter Wein und Sekt oder anders ausgedrückt: zwei Drittel aller Wein- und Sektflaschen, die im Lebensmittelhandel gekauft werden, rollen über die Kassenbänder von Aldi. Lidl & Co. Über Jahre hinweg konnten die Discounter vor allem Aldi und Lidl zweistellige Zuwachsraten erzielen und sind heute unbestritten der Menge nach die größten Weinvermarkter der Republik. Aldi (Nord und Süd zusammen) hat einen Anteil von 27 Prozent an der gesamten Wein- und Sektmenge im Lebensmittelhandel. Das sind mehr als 320 Millionen Liter Wein. Da ein Teil des Sortiments aus 1,0-Liter-Flaschen und ein Teil aus 0,75-Liter-Flaschen besteht, beläuft sich der Absatz an Wein und Sekt auf 350 bis 370 Millionen Flaschen pro Jahr oder rund eine Million Flaschen pro Tag summieren. Das Discountunternehmen Lidl, dürfte auf ähnlichem Niveau liegen
Erfolg in Selbstbeschränkung: In der Beschränkung der Auswahl an Weinen liegt vermutlich das Erfolgsgeheimnis der Discounter. Das Normalsortiment von Aldi und Lidl umfasst nur rund 35 bis 40 Weine. Ergänzt wird das Angebot um das eine oder andere regionale Produkt, was insbesondere im Süddeutschen Raum und den Weinregionen eine Rolle spielt Aktionsware soll locken: Ergänzt wird das Sortiment seit Jahren bei allen Discountern mit einem wechselnden Angebot an Aktionsweinen. Am bekanntesten sind die Weihnachts- und Feiertagsangebote, wo dann auch schon mal ein Brunello, ein Amarone oder ein Bordeaux Grand-Cru offeriert wird. Aldi Süd führte im vergangenen Jahr rund 200 Aktionsangebote mit Weine durch. Aufsehen erregten in jüngster Zeit die Angebote spezieller Projektweine, die zum Teil mit bekannten Weinerzeugern und VDP-Winzern durchgeführt wurden.
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